Ministerium 10.10.2019 - Landesverband der Rassegeflügelzüchter Weser-Ems e.V.

Landesverband der Rassegeflügelzüchter Weser-Ems e.V.
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Landesverband der Rassegeflügelzüchter
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Weg geebnet  - Geld zum Kauf von Zuchttieren
Förderung für alte Rassen und neue Züchter in Niedersachsen
Der Förderantrag für neue Züchter alter Rassen und die Zuchtringförderung stehen im Zentrum des Gesprächs mit Dr. Johanne Waßmuth und Sebastian Rieder vom Landwirtschaftsministerium in Hannover. Die Mitglieder der LV-Vorstände Hannover, Alfred Karl Walter und Peter Jahn sowie vom LV-Weser –Ems, Lars Steenken und Jens Tammen diskutieren mit den beiden Vertretern des Ministeriums und kommen zu einem für die Rassegeflügelzüchter erfreulichen Ergebnis. Der Vorsitzende des Zuchtbuchs im LV Hannover, Sebastian Fabian, hat für die Förderung umfangreiche Vorarbeit geleistet. Der Weg ist geebnet für die Förderung der Züchter, die sich Hühner, Gänse oder Enten zulegen und züchten wollen. Natürlich gibt es klare Bedingungen.

 
Ein ähnliches Modell hat bei den Imkern zu großem Erfolg geführt, wie Dr. Johanne Waßmuth erklärt. Jährlich treten einige hundert neue Mitglieder in den Verband ein und beginnen mit dem Imkern. Jungimkerförderung heißt das Schlüsselwort: Es gibt einen Zuschuss zum Kauf eines Volkes bis zu maximal neun Völkern. Die neuen Imker gehen Verpflichtungen ein. Dazu gehört der erfolgreiche Abschluss eines Kurses und sie müssen über fünf Jahre nachweislich ihre Bienenvölker betreiben. So soll es auch bei den Rassegeflügelzüchtern sein: Teilnahme an einer Züchterschulung, Mitgliedschaft im Zuchtbuch sowie im Zuchtring, die Nachzucht muss mindestens fünf Jahre ausgestellt werden – das schließt das Beringen mit Bundesringen ein. Um von vornherein Tricksereien auszuschließen, müssen die gekauften Tiere den tierseuchenrechtlichen Bestand verlassen.

 
Mit Dr. Johanne Waßmuth, die künftig dem Kuratorium für die Stiftung des Wissenschaftlichen Geflügelhofes des BDRG in Sinsteden angehört, und Sebastian Rieder wird auch über das unterschiedliche Verständnis von niedersächsischen Kreisveterinärämtern bei regionalen und überregionalen Schauen gesprochen. Obwohl im Vorjahr vereinbart und den Kreisveterinärämtern mitgeteilt, gibt es bei Schaugenehmigungen Schwierigkeiten, wenn ein Aussteller von Groß- und Wassergeflügel sowie Ziergeflügel aus einem benachbarten Landkreis kommt. Der Kreis, indem die Schau stattfindet, soll die Genehmigung erteilen, wenn auch Züchter aus unmittelbar angrenzenden Landkreisen dort ausstellen. Tauben sind bekanntlich nach der Geflügelpestverordnung davon ohnehin nicht betroffen.

 
Der LV-Vorsitzende, Alfred Karl Walter, geht auch auf die Änderung der Tierimpfstoffverordnung ein. Bekanntlich haben seit Jahrzehnten kundige Personen die ND-Impfungen durchgeführt. Um dies auch weiterhin so handhaben zu können und um auch möglichst viele Geflügelhalter miteinzubeziehen, kämpft der BDRG für den Erhalt dieser guten Praxis. Dazu muss man wissen, dass gewerbliche Geflügelhalter diese Impfung durchführen dürfen, was bei Hobbyhaltern derzeit untersagt ist. Peter Jahn schlägt in diesem Zusammenhang vor zu prüfen, ob in Niedersachsen nicht auch wie in anderen Bundesländern kostenfreie Pullorum-Untersuchungen bei Hühnern und Zwerghühnern eingeführt werden können.
 

Lars Steenken greift wie beim Empfang der Kleintierzüchter im Frühjahr in Verden das Thema Geflügelpest auf. Er will wissen, ob die ruhige Zeit genutzt wird, um Bilanz zu ziehen und um sich für die Zukunft vorzubereiten. Aufstallung und Übernetzung sind dabei Themen, die er anspricht. Lars Steenken wünscht sich ein möglichst einheitliches Vorgehen der einzelnen Landkreise und eine klare Aussage dazu, wie sie im Falle eines erneuten Ausbruchs der Vogelgrippe zu Schutz des Rasse- und Ziergeflügels durch Netze stehen.
 

Peter Jahn (Text und Foto)
 
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